Artikel 115
Definition und Merkmale von KonzessionenErsetzt: Richtlinie 2014/23/EU
1. Für die Zwecke dieser Verordnung gilt folgende Begriffsbestimmung:
a) „Konzession“ einen entgeltlichen Vertrag, ungeachtet seiner förmlichen Bezeichnung, bei dem ein oder mehrere Auftraggeber einen oder mehrere Wirtschaftsteilnehmer (im Folgenden „Konzessionsnehmer“) mit der Ausführung von Bauleistungen oder der Erbringung und Verwaltung von Dienstleistungen zugunsten der Nutzer betrauen und der die folgenden Bedingungen erfüllt:
die Vergütung des Konzessionsnehmers besteht entweder ausschließlich in dem Recht zur Nutzung des vertragsgegenständlichen Bauwerks oder der vertragsgegenständlichen Dienstleistungen oder in diesem Recht zuzüglich einer Zahlung des Auftraggebers; und
ii) sie beinhaltet die Übertragung eines Betriebsrisikos bei der Nutzung der Bauwerke oder Dienstleistungen auf den Konzessionsnehmer, dem der Auftraggeber ausgesetzt wäre, wenn er die Bauwerke oder Dienstleistungen selbst ausführen würde.
b) Die Konzession sieht rechtlich durchsetzbare Verpflichtungen vor, nach denen der Auftraggeber Art, Umfang und Bedingungen der Ausführung der Bauarbeiten oder der Erbringung und Verwaltung von Dienstleistungen bestimmt, indem er spezifische Anforderungen festlegt, um sicherzustellen, dass der Konzessionsnehmer diese Aufgaben in Verfolgung der von diesem Auftraggeber festgelegten Ziele wahrnimmt und diese Anforderungen während der gesamten Laufzeit der Konzession erfüllt.
c) Die Konzession hat die Ausführung dieser Bau- oder Dienstleistungen zum Gegenstand und darf nicht nur darin bestehen, dass alle Wirtschaftsteilnehmer, die bestimmte Bedingungen erfüllen, berechtigt sind, eine bestimmte Aufgabe ohne jegliche Selektivität auszuführen.
Vereinbarungen, die ausschließlich oder überwiegend die Einräumung eines Rechts auf Nutzung oder Verwertung öffentlichen Eigentums oder öffentlicher Ressourcen zum Gegenstand haben, einschließlich Mieten oder sonstiger Rechte an öffentlichem Eigentum, sowie Wegerechte oder sonstige Genehmigungen, mit denen die Nutzung des öffentlichen Eigentums für den Infrastruktur- oder Netzausbau gestattet wird, und für die der Auftraggeber nur allgemeine Nutzungsbedingungen festlegt, ohne die Ausführung bestimmter Bau- oder Dienstleistungen zu übertragen, gelten nicht als Konzessionen im Sinne dieser Verordnung.
2. Für die Zwecke des Absatzes 1 bezeichnet der Ausdruck „Betriebsrisiko“ das Risiko, dass der Konzessionsnehmer die getätigten Investitionen und die bei der Ausführung der Bauarbeiten oder der Erbringung und Verwaltung der Dienstleistungen, die Gegenstand der Konzession sind, entstandenen Kosten unter normalen Betriebsbedingungen nicht wieder hereingeholt, so dass er das mit der Ausführung der Konzession verbundene Verlustrisiko trägt, wie z. B. Risiken im Zusammenhang mit Unsicherheiten, die sich auf Nachfrage, Einnahmen, Betriebskosten, Verfügbarkeit, technische und betriebliche Bedingungen oder Leistung auswirken. Das Betriebsrisiko muss mit einer tatsächlichen Exposition gegenüber den sich ändernden Marktbedingungen verbunden sein, und der geschätzte potenzielle Verlust des Konzessionsnehmers darf wirtschaftlich nicht unbedeutend sein.
Article 115
Definition and characteristics of concessionsReplaces: Directive 2014/23/EU
1. For the purposes of this Regulation, the following definition shall apply:
(a) ‘concession’ means a contract for pecuniary interest, regardless of its formal designation, where one or more public buyers entrust the execution of works or the provision and management of services to one or more economic operators (‘concessionaire’) for benefit of users and that complies with the following conditions:
(i) the remuneration of the concessionaire consists either solely in the right to exploit the works or services that are the subject of the contract or in that right together with payment by the public buyer; and
(ii) it entails the transfer to the concessionaire of an operating risk in exploiting those works or services to which the public buyer would be exposed if it was to execute the works or perform the services itself.
(b) The concession provides for legally enforceable obligations under which the public buyer determines the nature, scope and conditions for the execution of the works or the provision and management of services by establishing specific requirements to ensure that the concessionaire performs those tasks in pursuit of the objectives defined by that public buyer and complies with those requirements, throughout the duration of the concession.
(c) The concession has as its subject-matter the performance of those works or services and shall not consist merely in the entitlement of all operators fulfilling certain conditions to perform a given task without any selectivity.
Agreements the sole or predominant subject-matter of which is the granting of a right to occupy or exploit public domain or resources, including leases or other rights relating to public property, as well as rights of way or other permissions allowing the use of the public domain for infrastructure or network deployment, and in respect of which the public buyer establishes only general conditions of use without entrusting the performance of specific works or services, shall not constitute concessions within the meaning of this Regulation.
2. For the purpose of paragraph 1, ‘operating risk’ means the risk that the concessionaire will not recoup, under normal operating conditions, the investments made and the costs incurred in the execution of the works or the provision and management of the services which are the subject-matter of the concession, so that the concessionaire bears the risk of losses attached to the performance of the concession, such as risks linked to uncertainties affecting demand, revenues, operating costs, availability, technical and operational conditions or performance. The operating risk shall involve genuine exposure to the changing market conditions, and any potential estimated loss incurred by the concessionaire shall not be economically insignificant.