Artikel 120
Strukturierte RisikobewertungNeue Regelung ohne Vorgänger in den geltenden Richtlinien.
1. Vor der Einleitung eines Verfahrens zur Vergabe einer Konzession führen die Auftraggeber eine Bewertung der wichtigsten wirtschaftlichen Risiken im Zusammenhang mit der Ausführung der Konzession durch, bei der die Art, die Dauer und die wirtschaftlichen Merkmale der betreffenden Bau- oder Dienstleistungen berücksichtigt werden.
Bei der Bewertung sind die wichtigsten Risikokategorien im Zusammenhang mit der Ausführung der Konzession zu ermitteln, wobei zwischen Betriebsrisiken im Zusammenhang mit der Nutzung des Bauwerks oder der Erbringung der Dienstleistungen und dem Risiko von Marktunsicherheiten einerseits und allgemeinen vertraglichen Risiken andererseits zu unterscheiden ist. Bei der Risikobewertung wird auf der Grundlage objektiver Elemente die Aufteilung dieser Risiken auf die Parteien festgelegt.
2. Die Einzelheiten der Auftragsvergabe können Anpassungsmechanismen gemäß Artikel 125 vorsehen, mit denen die Risiken zwischen den Parteien umverteilt oder gemindert werden sollen, wenn dies angesichts der Art dieser Risiken erforderlich ist. Das Vorhandensein solcher Mechanismen schließt für sich genommen die Einstufung des Auftrags als Konzession nicht aus, sofern der Konzessionsnehmer weiterhin das Betriebsrisiko trägt, das mit der Nutzung des Bauwerks oder der Erbringung der Dienstleistungen verbunden ist.
Article 120
Structured risk assessmentNew provision, with no predecessor in the current directives.
1. Before initiating a procedure for the award of a concession, public buyers shall carry out an assessment of the main economic risks related to the performance of the concession, taking into account the nature, duration and economic characteristics of the works or services concerned.
The assessment shall identify the principal categories of risks associated with the performance of the concession, distinguishing between, on the one hand, operating risks relating to the exploitation of the works or services and to exposure to market uncertainties, and, on the other hand, general contractual risks. The risk assessment shall determine, on the basis of objective elements, the allocation of those risks between the parties.
2. The procurement detail may provide for adjustment mechanisms in accordance with Article 125 intended to re-allocate or mitigate the risks between the parties where necessary, having regard to the nature of those risks. The existence of such mechanisms shall not, in itself, preclude the qualification of the contract as a concession, provided that the concessionaire continues to bear the operating risk inherent in the exploitation of the works and services.