Artikel 65
Bauwerksdatenmodellierung (Building Information Modelling)Neue Regelung ohne Vorgänger in den geltenden Richtlinien.
1. Für die Ausführung öffentlicher Bauaufträge mit einem geschätzten Wert von mindestens 25 000 000 EUR verlangen die Auftraggeber bei der Ausführung der öffentlichen Bauaufträge die Verwendung von Gebäudeinformationsmodellen.
2. „Gebäudeinformationsmodellierung“ die Methoden kooperativer digitaler Prozesse unter Verwendung offener, interoperabler Formate mit dem Ziel, strukturierte Informationen über einen öffentlichen Bauauftrag während seines gesamten Lebenszyklus zu erstellen, zu verwalten und auszutauschen.
3. Abweichend von Absatz 1 können Auftraggeber
a) die Verwendung der Gebäudeinformationsmodellierung nur von bestimmten Auftragnehmern oder in bestimmten Losen verlangen, wenn diese Anforderungen andernfalls eine unverhältnismäßige Belastung für die betreffenden Wirtschaftsteilnehmer darstellen würden und eine vollständige Abdeckung des Projekts in der Gebäudeinformationsmodellierung nicht erforderlich ist; oder
b) die Verwendung der Modellierung von Gebäudeinformationen nicht oder nur für bestimmte Teile der Lösung oder bei bestimmten Auftragnehmern beantragen, wenn diese Anforderungen andernfalls ein Risiko für die Sicherheit oder die öffentliche Sicherheit darstellen würden.
4. Der Kommission wird die Befugnis übertragen, gemäß Artikel 141 delegierte Rechtsakte zur Änderung dieser Verordnung zu erlassen, um den in Absatz 1 festgelegten Schwellenwert zu senken, wenn dies durch eine verstärkte Marktakzeptanz der Modellierung von Gebäudeinformationen gerechtfertigt ist.
Article 65
Building information modellingNew provision, with no predecessor in the current directives.
1. For the execution of public works contracts with an estimated value equal to or greater than EUR 25 000 000, public buyers shall require the use of building information modelling in the execution of the public works contracts.
2. ‘Building Information Modelling’ means the methodologies of collaborative digital processes using open, interoperable formats with the purpose of creating, managing and sharing structured information about a public works contract throughout its lifecycle.
3. By way of derogation from paragraph 1, public buyers may do any of the following:
(a) request the use of Building Information Modelling only from certain contractors, or in certain lots, where such requirements would otherwise impose a disproportionate burden on the economic operators concerned and fully covering the project in Building Information Modelling is not necessary; or
(b) not request the use of Building Information Modelling or only request its use for certain parts of the solution or from certain contractors, where such requirements would otherwise present a risk for security or public safety.
4. The Commission is empowered to adopt delegated acts in accordance with Article 141 in order to amend this Regulation to lower the threshold set out in paragraph 1 where justified by an increased market uptake of Building Information Modelling.