Artikel 76
AusnahmenNeue Regelung ohne Vorgänger in den geltenden Richtlinien.
Auftraggeber können beschließen, keine Anforderungen in Bezug auf die europäische Präferenz anzuwenden, einschließlich der Anforderungen in den gemäß Artikel 75 erlassenen delegierten Rechtsakten, wenn
a) die betreffenden Verträge sind in Artikel 48 geregelt;
b) die erforderlichen Produkte oder Dienstleistungen können nicht von einem Wirtschaftsteilnehmer aus der Union oder einem erfassten Wirtschaftsteilnehmer geliefert werden, und es gibt keine vernünftige Alternative oder Ersatzlösung;
es wurden keine geeigneten Angebote oder Teilnahmeanträge eingereicht, auch nicht als Reaktion auf ein ähnliches öffentliches Vergabeverfahren, das von demselben Auftraggeber in den zwei Jahren vor Einleitung des geplanten neuen Vergabeverfahrens eingeleitet wurde; oder
d) die Anwendung solcher Anforderungen an die europäische Präferenz würde bedeuten, dass ein Auftraggeber Waren, Dienstleistungen oder Bauleistungen zu unverhältnismäßig hohen Kosten erwerben müsste.
Article 76
ExceptionsNew provision, with no predecessor in the current directives.
Public buyers may decide not to apply European preference requirements, including those in the delegated acts adopted pursuant to Article 75, where:
(a) the contracts in question are governed by Article 48;
(b) the required products or services cannot be supplied by a Union or covered economic operator, and no reasonable alternative or substitute exists;
(c) no suitable tenders or requests to participate have been submitted, including in response to a similar public procurement procedure launched by the same public buyer in the two years preceding the launch of the planned new procurement procedure; or
(d) the application of such European preference requirements would entail that a public buyer would have to acquire goods, services or works at disproportionate costs.