Vorschlag für eine Verordnung über öffentliche Aufträge und KonzessionenCOM(2026) 590

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Vorschlag COM(2026) 590 › Artikel 131: Pflichten der Anbieter von eProcurement-Diensten
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Kapitel 2

Anbieter von E-Vergabediensten

Artikel 131

Pflichten der Anbieter von eProcurement-DienstenNeue Regelung ohne Vorgänger in den geltenden Richtlinien.

1. Die eProcurement-Dienstleister stellen sicher, dass ihre eProcurement-Plattformen den in Artikel 129 genannten harmonisierten Normen, deren Fundstellen im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht wurden, oder den gemäß Artikel 130 angenommenen gemeinsamen Spezifikationen entsprechen.

2. Die Anbieter elektronischer Beschaffungsdienste ermöglichen gegebenenfalls die Nutzung der gemäß der Verordnung [Amt für Veröffentlichungen – bitte Vorschlag zur Einrichtung der Europäischen Brieftasche für Unternehmen hinzufügen] eingerichteten Europäischen Brieftaschen für Unternehmen für die Dienstleistungen, die sie für Wirtschaftsteilnehmer und Auftraggeber erbringen.

3. Die eProcurement-Dienstleister stellen sicher, dass ihre eProcurement-Plattformen im Einklang mit den in den Durchführungsrechtsakten gemäß Artikel 128 Absatz 3 vorgesehenen Durchführungsbestimmungen an das Interoperabilitätsnetz angebunden sind.

4. eProcurement-Dienstleister befinden sich nicht in einer Ausschlusssituation nach Artikel 25. eProcurement-Dienstleister müssen im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) niedergelassen sein, im Eigentum und unter der Kontrolle von im EWR niedergelassenen natürlichen oder juristischen Personen stehen und keine in einem Drittland niedergelassene natürliche oder juristische Person darf direkt oder indirekt einen bestimmenden Einfluss auf sie ausüben. eProcurement-Dienstleister speichern alle Daten im Zusammenhang mit öffentlichen Vergabeverfahren, die von Auftraggebern gemäß dieser Verordnung im EWR durchgeführt werden.

5. Die eProcurement-Dienstleister stellen den Zugang zu den Einzelheiten der Auftragsvergabe gemäß Artikel 97 sicher und erheben keine Gebühren für den Zugang zu elektronischer Kommunikation über das Interoperabilitätsnetz.

6. Die eProcurement-Dienstleister stellen sicher, dass ihre eProcurement-Plattform den technischen Vorkehrungen entspricht, die in dem gemäß Artikel 133 Absatz 5 erlassenen Durchführungsrechtsakt vorgesehen sind.

7. eProcurement-Dienstleister müssen sich an einen gemäß Artikel 134 eingerichteten NPPDS anschließen, es sei denn, sie erbringen ihre Dienste ausschließlich für Wirtschaftsteilnehmer.

8. Die Mitgliedstaaten benennen eine oder mehrere zuständige Behörden, die dafür zuständig sind, zu überprüfen, ob die Anbieter von eProcurement-Diensten die in diesem Artikel festgelegten Verpflichtungen erfüllen. Sie sehen Sanktionen für Verstöße gegen diese Verpflichtungen vor, einschließlich des vorübergehenden Verbots der Erbringung dieser eProcurement-Dienste. Diese Sanktionen müssen wirksam, verhältnismäßig und abschreckend sein.

Chapter 2

eProcurement service providers

Article 131

Obligations of eProcurement service providersNew provision, with no predecessor in the current directives.

1. eProcurement service providers shall ensure that their eProcurement platforms comply with the harmonised standards referred to in Article 129, the references of which have been published in the Official Journal of the European Union, or with the common specifications adopted pursuant to Article 130.

2. eProcurement service providers shall, where relevant, enable the use of the European Business Wallets established pursuant to Regulation [OP – please add proposal on the establishment of the European Business Wallets] for the services they provide to economic operators and public buyers.

3. eProcurement service providers shall ensure that their eProcurement platforms connect to the interoperability network in accordance with the implementation arrangements provided in the implementing acts in accordance with Article 128(3).

4. eProcurement service providers shall not be in an exclusion situation pursuant to Article 25. eProcurement service providers shall be established in the European Economic Area (EEA), shall be owned and controlled by natural or legal persons that are established in the EEA and no natural or legal person, established in a third country shall exercise, directly or indirectly, decisive influence over them. eProcurement service providers shall store all data related to public procurement procedures conducted by public buyers pursuant to this Regulation in the EEA.

5. eProcurement service providers shall ensure access to the procurement detail pursuant to Article 97 and shall not charge any fees for access to any electronic communication conducted through the interoperability network.

6. eProcurement service providers shall ensure that their eProcurement platform is compliant with the technical arrangements provided in the implementing act adopted pursuant to Article 133(5).

7. eProcurement service providers shall connect to an NPPDS established in accordance with Article 134, unless they provide their services exclusively to economic operators.

8. Member States shall designate one or more competent authorities responsible for verifying whether eProcurement service providers comply with the obligations set out in this Article. They shall provide for penalties applicable to infringement of those obligations which shall include the temporary prohibition to provide those eProcurement services. Those penalties shall be effective, proportionate and dissuasive.

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