Artikel 45
Vergabe des öffentlichen Auftrags für die Einführung des Vorschlags für eine innovative LösungErsetzt: Richtlinie 2014/24/EU · Richtlinie 2014/25/EU
1. Der Auftraggeber übermittelt jedem Wirtschaftsteilnehmer, der eine positive Entscheidung über das weitere Vorgehen gemäß Artikel 44 Absatz 8 erhalten hat, eine Aufforderung zu Verhandlungen.
2. Zusätzlich zu den Bestimmungen des Artikels 33 gibt der Auftraggeber die Struktur der Verhandlungen an und bestimmt, wie die Verhandlungen abgeschlossen werden, einschließlich einer klaren Ausstiegsstrategie für die Beendigung des Verfahrens ohne Vergabe, indem er objektive Kriterien festlegt, in denen die Verhandlungen als gescheitert gelten.
3. Die Beschreibung der gesellschaftlichen Herausforderung, die funktionalen Mindestanforderungen und der Bewertungsrahmen sind nicht verhandelbar.
4. Die Verhandlungen konzentrieren sich auf die Umsetzung des Vorschlags für eine innovative Lösung und können unter anderem Folgendes umfassen:
a) Umfang des kommerziellen Angebots;
b) Nutzungsrechte auf größeren Märkten;
c) Preisbildung und endgültige Beschaffungsmengen, die die gemäß Artikel 42 Absatz 3 Buchstabe e angekündigten Mengen nicht übersteigen;
d) künftige Modernisierungen, Wartungs- und Betriebsbedingungen des Vorschlags für eine innovative Lösung;
e) Zuweisung technischer und kommerzieller Risiken bei der Umsetzung des Vorschlags für eine innovative Lösung.
5. Im Falle erfolgreicher Verhandlungen mit einem Wirtschaftsteilnehmer vergibt der Auftraggeber den öffentlichen Auftrag für die Einführung des Lösungsvorschlags direkt an diesen Wirtschaftsteilnehmer oder, im Falle mehrerer erfolgreicher Lösungen, an diese Wirtschaftsteilnehmer. Die Vergabe kann für einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren nach der Veröffentlichung der positiven Entscheidung gemäß Artikel 44 Absatz 8 erfolgen.
Article 45
Award of the public contract for deployment of the innovative solution proposalReplaces: Directive 2014/24/EU · Directive 2014/25/EU
1. The public buyer shall send an invitation to negotiate to each economic operator that has received a positive decision to proceed pursuant Article 44(8).
2. In addition to the provisions in Article 33, the public buyer shall indicate the structure of the negotiations and shall determine how the negotiation is finalised, including a clear exit strategy for ending the procedure without award by determining objective criteria in which case negotiations are considered to have failed.
3. The description of the societal challenge, the minimum functional requirements and the value assessment framework shall not be subject to negotiation.
4. The negotiation shall focus on deployment of the innovative solution proposal and may include, but is not limited to:
(a) scope of commercial supply;
(b) rights to exploit in wider markets;
(c) pricing and final procurement volumes, not exceeding the volumes announced pursuant to Article 42(3), point (e);
(d) future upgrades, maintenance and service conditions of the innovative solution proposal;
(e) allocation of technical and commercial risks in deployment of the innovative solution proposal.
5. In case of a successful negotiation with an economic operator, the public buyer shall award the public contract for deployment of the solution proposal directly to that economic operator or, in the case of several successful solutions, to those economic operators. Awards may take place for up to five years after publication of the positive decision pursuant Article 44(8).