Vorschlag für eine Verordnung über öffentliche Aufträge und KonzessionenCOM(2026) 590

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Vorschlag COM(2026) 590 › Artikel 24: Unteraufträge
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Artikel 24

UnteraufträgeErsetzt: Richtlinie 2014/23/EU · Richtlinie 2014/24/EU · Richtlinie 2014/25/EU

1. Teile des öffentlichen Auftrags können an Unterauftragnehmer vergeben werden. Ein an einen Wirtschaftsteilnehmer vergebener Auftrag darf weder vollständig als Unterauftrag vergeben noch vollständig weitervergeben werden.

2. Auftraggeber verpflichten die Wirtschaftsteilnehmer, in ihrem Angebot den Teil des Auftrags, den sie im Wege von Unteraufträgen an Dritte zu vergeben beabsichtigen, sowie die gegebenenfalls vorgeschlagenen Unterauftragnehmer anzugeben.

Sie können den Hauptauftragnehmer auffordern, sie nach der Auftragsvergabe und vor Beginn der Auftragsausführung über die Aufgaben und Tätigkeiten zu unterrichten, die er an Unterauftragnehmer zu vergeben beabsichtigt. Sie können auch Angaben zur Identität etwaiger Unterauftragnehmer verlangen.

Auftraggeber verlangen vom Hauptauftragnehmer die in Unterabsatz 2 genannten Informationen in folgenden Fällen:

a) öffentliche Bauaufträge;

b) Dienstleistungen, die in einer Einrichtung unter der direkten Aufsicht des Auftraggebers zu erbringen sind;

c) Aufträge, bei denen festgestellt wurde, dass sie ein Risiko für die Sicherheit oder die öffentliche Sicherheit gemäß Artikel 66 darstellen oder beinhalten;

d) Aufträge, bei denen die in Artikel 73 genannte Anforderung der europäischen Präferenz in Anspruch genommen wird.

Der Auftraggeber fordert den Hauptauftragnehmer auf, den Auftraggeber während der Vertragslaufzeit so bald wie möglich über jede Änderung der gemäß Unterabsatz 3 bereitgestellten Informationen zu unterrichten.

3. Der Auftraggeber fordert den Wirtschaftsteilnehmer auf, einen Unterauftragnehmer, für den zwingende Ausschlussgründe gemäß Artikel 25 vorliegen, zu ersetzen. Der Auftraggeber kann vom Wirtschaftsteilnehmer verlangen, einen Unterauftragnehmer, für den fakultative Ausschlussgründe gemäß Artikel 26 vorliegen, zu ersetzen.

4. Hat der Auftraggeber von einer der in Artikel 73 genannten Anforderungen in Bezug auf die europäische Präferenz Gebrauch gemacht oder Sicherheitsmaßnahmen gemäß Artikel 66 ergriffen, so darf der Wirtschaftsteilnehmer einen Unterauftragnehmer nur dann einführen oder ersetzen, wenn der Unterauftragnehmer die Anforderungen in Bezug auf die europäische Präferenz oder die vom Auftraggeber festgelegten Sicherheitsmaßnahmen erfüllt.

5. Wenn dies durch die Art des Auftrags gerechtfertigt ist und mit dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit im Einklang steht, können Auftraggeber verlangen, dass bestimmte kritische Aufgaben direkt vom Hauptauftragnehmer ausgeführt werden. Auftraggeber müssen die kritischen Aufgaben und die damit verbundenen Anforderungen ermitteln und diese in den Einzelheiten der Auftragsvergabe klar angeben und begründen.

6. Die Haftung des Hauptauftragnehmers bleibt von der Vergabe von Unteraufträgen gemäß diesem Artikel unberührt.

7. Die Einhaltung der in Artikel 4 Absatz 4 genannten Verpflichtungen durch Unterauftragnehmer wird durch geeignete Maßnahmen der zuständigen nationalen Behörden im Rahmen ihrer Zuständigkeit und ihres Auftrags sichergestellt. Die Mitgliedstaaten können zusätzliche verhältnismäßige Maßnahmen zur Beschränkung der Vergabe von Unteraufträgen erlassen oder beibehalten, wenn sie ein hinreichend begründetes höheres Risiko der Nichteinhaltung sozial- und arbeitsrechtlicher Verpflichtungen festgestellt haben.

Article 24

SubcontractingReplaces: Directive 2014/23/EU · Directive 2014/24/EU · Directive 2014/25/EU

1. Parts of the public contract may be subcontracted. A contract awarded to an economic operator shall not be subcontracted in its entirety, nor be further subcontracted in its entirety.

2. Public buyers shall require economic operators to indicate in their tender any share of the contract that they envisage to subcontract to third parties, and any proposed subcontractors.

They may require the main contractor to inform them after the award of the contract and before the start of the contract performance of the tasks and activities it intends to subcontract. They may also require information about the identity of any subcontractors.

Public buyers shall require the main contractor to provide the information referred to in the second subparagraph in the following cases:

(a) public works contracts;

(b) services to be provided at a facility under the direct oversight of the public buyer;

(c) contracts identified as presenting or including a risk for security or public safety set out in Article 66;

(d) contracts making use of the European preference requirements referred to in Article 73.

The public buyer shall require the main contractor to notify the public buyer as soon as possible of any changes to the information provided pursuant to the third subparagraph during the course of the contract.

3. The public buyer shall require the economic operator to replace a subcontractor in respect of which there are mandatory grounds for exclusion pursuant to Article 25. The public buyer may require the economic operator to replace a subcontractor in respect of which there are optional grounds for exclusion under Article 26.

4. Where the public buyer has made use of any of the European preference requirements referred to in Article 73 or has included security measures in accordance with Article 66, the economic operator may introduce or replace a subcontractor only provided that the subcontractor complies with the European preference requirements or security measures established by the public buyer.

5. When justified by the nature of the contract and in accordance with the principle of proportionality, public buyers may require that certain critical tasks be performed directly by the main contractor. Public buyers shall identify the critical tasks and related requirements, clearly indicating them and their justification in the procurement detail.

6. Subcontracting under the provisions in this Article is without prejudice to the main contractor’s liability.

7. Observance of the obligations referred to in Article 4(4) by subcontractors is ensured through appropriate action by the competent national authorities acting within the scope of their responsibility and remit. Member States may adopt or retain additional proportionate measures limiting subcontracting where they have identified a duly substantiated higher risk of non-compliance with social and labour law obligations.

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