Vorschlag für eine Verordnung über öffentliche Aufträge und KonzessionenCOM(2026) 590

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Vorschlag COM(2026) 590 › Artikel 28: Nachweise für die Förderfähigkeit der Wirtschaftsteilnehmer
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Kapitel 3

Nachweis der Berechtigung und Zugang zu Datenbanken

Artikel 28

Nachweise für die Förderfähigkeit der WirtschaftsteilnehmerErsetzt: Abs. 1, 9 Richtlinie 2014/23/EU · Richtlinie 2014/24/EU · Richtlinie 2014/25/EU

1. Auftraggeber verpflichten die Wirtschaftsteilnehmer, den gemäß Artikel 133 eingerichteten elektronischen Dienst für die Förderfähigkeit als Nachweis für Folgendes zu nutzen:

a) Fehlen von Ausschlussgründen gemäß den Artikeln 25 und 26;

b) die Einhaltung der Auswahlkriterien gemäß Artikel 27.

Nimmt der Wirtschaftsteilnehmer die Kapazitäten anderer Unternehmen gemäß Artikel 23 in Anspruch oder schlägt er vor, bei der Ausführung des Auftrags gemäß Artikel 24 Unterauftragnehmer in Anspruch zu nehmen, so stellt der Wirtschaftsteilnehmer die in Unterabsatz 1 genannten Informationen für diese Unternehmen auch über den elektronischen Dienst für die Förderfähigkeit zur Verfügung.

2. Sieht der elektronische Dienst für die Förderfähigkeit eine automatisierte Überprüfung des Vorliegens eines Ausschlussgrundes oder der Einhaltung eines Auswahlkriteriums vor, so verwenden die Auftraggeber diese Überprüfung für ihre Entscheidung über die Förderfähigkeit.

3. Die Wirtschaftsakteure verwenden das Instrument für digitale Unternehmensnachweise gemäß Artikel 133. Hat ein Wirtschaftsteilnehmer keinen Zugang zu diesem Instrument oder sind die einschlägigen Nachweise über dieses Instrument nicht verfügbar, so erklärt der Wirtschaftsteilnehmer über den elektronischen Förderfähigkeitsdienst, ob er die Anforderungen für die Ausschlussgründe und die Eignungskriterien erfüllt und ob er in der Lage wäre, die erforderlichen Nachweise vorzulegen (Eigenerklärung).

In diesem Fall kann der Auftraggeber jederzeit während des Verfahrens Nachweise verlangen, die über den elektronischen Förderfähigkeitsdienst nicht verfügbar sind, wenn dies für die Bewertung der Anforderungen des Auftraggebers erforderlich ist.

4. Die Wirtschaftsteilnehmer geben ihr Ursprungsland gemäß Artikel 74 in dem in Artikel 133 genannten elektronischen Dienst für die Förderfähigkeit an.

Wenn dies für die Anwendung der Anforderungen nach Artikel 73 Absatz 2 erforderlich ist, geben die Wirtschaftsteilnehmer das Ursprungsland der Waren an, aus denen ihr Angebot besteht, und fügen es gegebenenfalls in den digitalen Produktpass der Waren gemäß der Verordnung (EU) 2024/1781 ein.

Führen Auftraggeber ein Vergabeverfahren durch, indem sie eine oder mehrere der in Teil III Titel II Kapitel 5 genannten Maßnahmen anwenden, können sie den Wirtschaftsteilnehmer jederzeit während des Verfahrens zur Vergabe öffentlicher Aufträge auffordern, Informationen oder Unterlagen im Zusammenhang mit der Überprüfung der Herkunft des Wirtschaftsteilnehmers oder der angebotenen Waren, Dienstleistungen oder Bauleistungen zu ergänzen, zu erläutern oder zu vervollständigen, sofern diese Aufforderungen den Grundsätzen der Gleichbehandlung und der Transparenz entsprechen.

Legt der Wirtschaftsteilnehmer die in Unterabsatz 3 genannten Informationen oder Unterlagen ohne angemessene Erklärung nicht vor und verhindert dies die Überprüfung der Herkunft durch einen Auftraggeber oder macht diese Überprüfung praktisch unmöglich oder sehr schwierig, so kann der Wirtschaftsteilnehmer oder das von ihm eingereichte Angebot von der Teilnahme an dem betreffenden öffentlichen Vergabeverfahren ausgeschlossen werden.

Chapter 3

Means of proof of eligibility and database access

Article 28

Means of proof of the eligibility of economic operatorsReplaces: Para. 1, 9 Directive 2014/23/EU · Directive 2014/24/EU · Directive 2014/25/EU

1. Public buyers shall require economic operators to use the electronic eligibility service established pursuant to Article 133 as the means of proof for the following:

(a) absence of exclusion grounds pursuant to Articles 25 and 26;

(b) compliance with selection criteria pursuant to Article 27.

Where the economic operator relies on the capacities of other entities pursuant to Article 23 or proposes to make use of subcontractors in the execution of the contract pursuant to Article 24, the economic operator shall also provide the information referred to in the first subparagraph for those entities through the electronic eligibility service.

2. Where the electronic eligibility service provides for an automated verification of the existence of an exclusion ground or compliance with a selection criterion, public buyers shall use that verification for their decision on eligibility.

3. Economic operators shall use the digital business credential tool as provided for in Article 133. Where an economic operator does not have access to that tool or where the relevant evidence is not available through that tool, the economic operator shall declare, through the electronic eligibility service, whether it complies with the requirements set out for exclusion grounds and the selection criteria and whether it would be able to submit the required evidence (self-declaration).

In that case, the public buyer may, at any time during the procedure, require evidence that is not available through the electronic eligibility service where it is necessary for the assessment of the public buyer’s requirements.

4. Economic operators shall indicate their country of origin, in accordance with Article 74, in the electronic eligibility service referred to in Article 133.

If required for applying requirements under Article 73(2), economic operators shall indicate the country of origin of the goods that compose their tender, incorporating it, where applicable, into the digital product passport of the goods pursuant to Regulation (EU) 2024/1781.

Where public buyers conduct a procurement procedure by applying one or more measures set out in Part III, Title II, Chapter 5, they may, at any time during the public procurement procedure, request the economic operator to supplement, clarify or complete information or documentation related to the verification of the origin of the economic operator, or the goods, services or works offered, provided that such requests comply with the principles of equal treatment and transparency.

Where the economic operator fails to provide the information or documentation referred to in the third subparagraph, without reasonable explanation, and thereby prevents the verification of the origin by a public buyer or makes such verification practically impossible or very difficult, the economic operator, or the tender it has submitted, may be excluded from participating in the public procurement procedure concerned.

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